frieder salm
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Salm hat sich als Fotograf ausgiebig mit den Bunkerräumen befasst. Nach dokumentierenden Fotos für das Buch "Dunkle Welten. Bunker, Tunnel und Gewölbe unter Berlin" sind frei künstlerische Arbeiten entstanden, die wie lichte, helle Gegenbilder Lebendigkeit und Bewegung in die düsteren, abgestandenen Räume bringen.
Die Motive auf diesen Bildfenstern zeigen Menschen in lichtdurchfluteten Räumen. Es sind weniger Darstellungen von realen Räumen, als vielmehr bildgewordene psychische Seelenräume ihrer Bewohner. Die Raumabbildungen werden zum Ausdruck einer inneren Emotionswelt. In der Suche nach verlässlichen Anhaltspunkten ist der Betrachter dabei, Bilder seines eigenen Weltraumes zu finden und zu erfinden. Die relative Abstraktheit der Bilder lässt vielfältige Deutungen zu. Das bildimmanente Strahlen der Bilder macht sie zu Traumfenstern in eine leichtere Welt, deren Wirklichkeit für jeden Betrachter eine andere sein wird.
Hier sind 5 Beispiele aus der Ausstellung zu sehen.

Die erstaunliche Bildtiefe entsteht durch eine spezielle Herstellungstechnik, bei der das Motiv durch ein eigens dafür entwickeltes Verfahren in einzelne Farbschichten zerlegt wird. Erst im Auge des Betrachters setzen sich die Schichten mit irisierender Unschärfe wieder zu einem Bild zusammen. Dabei erzeugt die Eigenbewegung des Betrachters ein lebendiges Zusammenspiel von Schärfe und Unschärfe.

Für die Ausstellung wurden die Lichträume der Bilder in die dunklen Räume des Bunkers implementiert. An unerwarteten Ecken tauchen sie aus dem Dunkel auf. Sie sind Lichtblicke im düsteren Ambiente der Bunkerräume. Sie überraschen die Besucher mit ihrer Bildsprache, die die historischen Erläuterungen der Führung um sinnlich erlebbare Bilderfahrungen erweitert. Im Erleben des Besuchers entsteht eine eindringliche Wahrnehmung, die aus dem Zusammenspiel von Bildraum und realem Raum resultiert: hell trifft auf dunkel, eng wechselt mit weit, flüchtig alterniert mit manifest und abgebildete Realität tauscht die Rolle mit emotional konstruierter Wirklichkeit. Der Betrachter kann die räumliche Tiefe der Lichtkästen optisch ebenso durchwandern, wie er in dem Bunker tatsächlich auf Entdeckungsreise gehen kann. Was er dabei entdeckt ist psychisch und physisch gesehen eine Frage des Standpunktes.

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