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Der Mutter-Kind-Bunker, Fichtestr. 6, Berlin Kreuzberg

Gestern

Der Gasometer beherbergt die größte noch erhaltene Bunkeranlage des Zweiten Weltkrieges in Berlin. Den 1883/1884 errichteten Gasbehälter nutzte die Städtische Gasanstalt vor allem zur Versorgung der Straßenlaternen. Im Jahr 1937 wurde er stillgelegt.
1940/41 wurde innerhalb des alten Gasometers eine Bunkeranlage für 6.500 Personen eingebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Schutzbau vor allem als Flüchtlingslager, alliiertes Untersuchungsgefängnis, später als Obdachlosenasyl und ab den 1970er Jahren bis 1988 zur Einlagerung von Senatsreserven, wie sie zu Zeiten des Kalten Krieges angelegt wurden. Das Vorhaben, den Bunker zu einer modernen Zivilschutzanlage herzurichten, ließ man fallen. Bereits in den 1980er Jahren gab es Pläne, den Schutzbau zu einem kulturellen Zentrum mit Theater- und Veranstaltungseinrichtungen umzugestalten, die jedoch nicht realisiert wurden.

Heute

Heute ist das Dach des Gasometers mit Lofts bebaut. Das Innere des Bunkers ist weitgehend im Original erhalten und wird vom Verein Berliner Unterwelten zur Ausstellungsfläche ausgebaut.
Der Rundgang durch Gasometer und Bunker führt über zwei Etagen und durch bis zu 240 Räume. Anhand des historischen Technikbereichs mit seinem lauffähigen originalen Schiffs-Dieselmotor, dem Zellentrakt, den Heizungs-, Lüftungs- und Filteranlagen, den Aufzügen und Treppenhäusern wird in mehreren Kapiteln die wechselvolle Geschichte des Gasometers, des Bunkers und der Stadt Berlin erzählt.

Infos, Öffnungszeiten & Tickets unter www.berliner-unterwelten.de